Müritz Gin

Gesamtbewertung

4.6/5

Wacholdernote
(4/5)
Florale Noten
(2/5)
Zitrusnoten
(3/5)
Kräuternoten
(2/5)
Fruchtige Noten
(4/5)
Schärfe
(3/5)

37,00 €

Preise inkl. MwSt.


Botanicals

Wacholder, Sanddornbeeren, Koriandersamen, Zitronenschalen, Zimtrinde,  Veilchenwurzeln, römischen Kamillenblüten, Paradieskörner, Angelikawurzeln, Lavendelblüten sowie einige geheime Botanicals

Details

Herkunft
Typ
HerstellerGenusswunder GbR
DestillerieGenusswunder GbR
Alkoholgehalt45,5%
Flaschengröße0,5l

Verkostungsbericht zum Müritz Gin

Kurze Vorstellung

Kleines Meer wird die 113 km² große Müritz in Mecklenburg-Vorpommern liebevoll genannt. Die Reize der Seenlandschaft und die üppige Natur des Müritz Nationalparks besitzen eine starke Anziehungskraft. Dort im Nationalpark gedeiht in der Heide ein sagenumwobener Schatz: Wacholder.

Diesen Schatz hoben Thomas Engels und Jens-Peter Schaffran. Aus ihrer Manufaktur Genusswunder in Waren an der Müritz stammt der Wacholderschnaps. Die Idee zur Erzeugung eines regionalen Gins geisterte schon länger durch die Köpfe der Unternehmer. Sie wussten um den jährlichen Rückschnitt des Wacholders im Nationalpark und dessen herausragende Qualität. So entwickelten sie die Idee zur Herstellung eines regionalen Gins.

Schon im April 2017 krönte eine erste Goldmedaille von der Destille Berlin das Werk aus der Warener Manufaktur. Auch auf dem Berliner Festival Craft Spirits siegte der Müritz Gin in seiner Kategorie.

Herstellung

Neben den außergewöhnlich kräftigen Wacholderbeeren, die zum Ende des Winters auf ihre gehaltvolle Weiterverarbeitung warten, tragen 20 Botanicals zum Geschmack des Gins bei. Maßgeblich für dessen Qualität und seinen speziellen Charakter sind jedoch die einheimischen Wacholderbeeren, die sich in Größe und Beschaffenheit deutlich von handelsüblichen Beeren unterscheiden.

Ein weiteres Botanicals, welches im Müritz Gin eine größere Rolle zu spielen scheint ist Sanddorn. Hier bin ich besonders auf die Verkostung gespannt, da ich bisher noch keinen Gin mit Sanddorn probiert habe.

Ansonsten finden sich leider keine weiteren Informationen zur Herstellung und zum Brennverfahren auf der Webseite.

Die Flasche

Die flache, viereckige Flasche zeichnet sich durch ein klassisches und eher zurückhaltendes Design aus. Zwei Zweige von Wacholder und Sanddorn zieren die Vorderseite. Unterhalb des großen „M“ auf der Vorderseite wird auf „Sanddorn“ als Botanicals hingewiesen. Verschlossen ist die Flasche mit einem Echtholzkorken, was mir sehr gut gefällt. Auf der Rückseite finden sich noch einige Infos zum Gin und den verwendeten Botanicals.

Nosing

Im Glas ist der Gin nach dem ersten Schwenken nur minimal ölig und zieht feine Schlieren im Glas.

Danach braucht er erst einmal einen kleinen Moment, um sein Aroma richtig zu entfalten. Während im ersten Moment noch der Wacholder sehr stark dominiert, breitet sich nach einem kurzen Warten der Sanddorn und ein damit verbundenes fruchtiges Aroma in der Nase aus. Darauf folgende feine florale & blumige Noten, die sich so aber nur schwer deuten lassen.

Frisch im Glas besitzt der Gin eine leichte Schärfe, die aber ebenfalls nach kurzer Zeit verfliegt und der Gin trotz seiner 45,5% doch eher mild wirkt.

Tasting

Pur bei Zimmertemperatur: Der Müritz Gin trifft recht vollmundig und rund auf den Gaumen. Im ersten Moment dominieren die Aromen, die ich aus dem Nosing erwartet habe. Ein fruchtiges Wacholderaroma macht sich im Mund breit.

Ein sehr leichtes Zitrusaroma gemischt mit Sanddorn, einigen eher blumigen Aromen und einer leichten Schärfe zeigt sich dann beim 2. und 3. Schluck.

Der Geschmack bleibt dabei lange am Gaumen und klingt noch eine ganze Weile angenehm nach.

Als Gin Tonic: Für den Test sind das klassische Thomas Henry Tonic, das Schweppes Dry Tonic Water sowie das eher fruchtige Fever-Tree Mediterranean Tonic Water unsere Kandidaten.

Mit dem Thomas Henry Tonic ergibt sich ein recht klassischer Tonic, in dem vor allem der Wacholder heraussticht. Nachgelagert folgen dann auch fruchtige Nuancen, wobei diese natürlich ein kleines bisschen zurückstecken müssen und gegenüber der puren Variante an Präsenz verlieren.

Das Schweppes Dry Tonic gefällt mir in der Kombination mit dem Müritz Gin sehr gut. Durch die stärkere Bitternote und den etwas geringeren Fruchtaromenanteil hat der Gin noch etwas mehr Möglichkeiten, seine eigenen Aromen einzubringen.

Mit dem Mediterranean Tonic von Fever-Tree ergibt sich noch einmal eine ganz andere Geschmackswelt, welche mit mehr Kräuternoten und einer etwas geringen Zitruspräsenz punkten kann.

Fazit

Auch wenn ich Gin sehr gerne als Gin Tonic trinke, so gefällt mir der Müritz Gin vor allem pur wirklich extrem gut. In Kombination mit einem Tonic Water würde ich empfehlen, auf ein klassischen Tonic zurückzugreifen, die Kombination mit dem Thomas Henry Tonic hat mir hier im Test am besten gefallen. Der Preis von 32 Euro pro 500ml auf der Webseite des Herstellers ist meiner Meinung nach vollkommen gerechtfertigt. Ihr erhaltet hier einen sehr runden Gin, der eine Menge Freude auf den Gaumen bringt. Eine klare Probierempfehlung von mir.

Empfohlene Tonic Water zum Müritz Gin


Keine Erfahrungsberichte vorhanden


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