Hanse Spirit 2016

Hanse-Spirit 2016

Tropfen_Layout.inddAm vergangenen Samstag waren wir zu Gast auf der Hanse-Spirit 2016, welche in den Messehallen in Hamburg stattfand. Der Veranstalter warb mit insgesamt 70 Ausstellern auf über 6.400 qm aus der gesamten Spirituosenwelt. Sowohl Whiskey-, als auch Rum- und Gin-Fans sollten hier auf ihre Kosten kommen. Wir hatten uns bereits im Vorfeld über die Aussteller informiert und uns eine kleine Liste mit Gins zusammengestellt, die wir auf jeden Fall probieren wollten.

Nachdem wir angekommen waren und unsere Bändchen sowie ein Verkostungsglas zum Probieren bekommen hatten, machten wir uns direkt auf den Weg zur Garderobe, Jacken abgeben. Sehr angenehm waren dabei die kurzen Wartezeiten, sowohl am Eingang als auch an der Garderobe.

Anschließend galt es sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Wir kamen allerdings nicht allzu weit und stoppten direkt an einem der ersten Stände, nämlich bei den Damen von Ginthusiast.de. Dort lockten einige Sorten, die ich bisher noch probiert hatte, unter anderem der Rude Gin, der Wien Gin sowie der Bulldog Gin.

Rude Gin

Eingeläutet wurde der Tastingmarathon mit dem Rude Gin, welchen ich schon länger im Auge hatte, aber bisher noch nicht probieren konnte. Es handelt sich dabei um einen sehr fruchtigen Gin mit Fokus auf Orange als Botanical. Zusammen mit dem Schweppes Dry Tonic sowie einem kleinen Stück Orangenschale als Garnish richtig richtig gut! Von allen Gins die ich auf der Messe probiert habe, hat mir der Rude Gin wirklich am besten gefallen, das kann ich hier schon einmal vorweg nehmen.

Wien Gin

Als nächstes stand der Wien Gin der Kesselbrüder auf der Liste, welchen ich erst kürzlich entdeckt hatte und unbedingt wissen wollte, was der Brand aus Österreich so zu bieten hat. Ich wurde überrascht, der Wien Gin ist sehr mild, probiert habe ich ihn ebenfalls mit Schweppes Dry Tonic sowie einer Scheibe Gurke. Sehr zurückhaltend, aber auch sehr lecker.

Bulldog Gin

Anschließend ging es direkt mit einem Bulldog Gin Tonic weiter. Sehr komplex mit sehr starker Wacholdernote. Eine leicht blumige und florale Note macht sich bemerkbar, insgesamt ein rundes Geschmackserlebnis.

The Duke Munich

Den The Duke Munich Gin habe ich schon einmal probiert, mit Fever-Tree Tonic ein richtig leckerer Gin. Danke nochmal an Magdalena, die uns dort am Stand gut beraten und einige Details verraten hat. Sehr gut hat mir hier zudem gefallen, dass man die einzelnen Botanicals des Dukes direkt am Stand erschnuppern konnte, diese standen dort abgefüllt in kleinen Flaschen und waren für jedermann zugänglich.

Prototyp Gin

Den Prototyp Gin aus dem Haus Heinrich von Have kannte ich bisher noch nicht. Ich konnte ihn auf der Hanse-Spirit leider nur pur probieren, was mir aber nicht hundertprozentig zugesagt hat. Pur kam der Alkohol sehr stark zur Geltung, etwas zu stark für meinen Geschmack. Der Wacholder war sehr klar, versehen mit einer leichten Kräuternote. In jedem Fall habe ich den Gin nochmal auf meine Tastingliste aufgenommen, dann aber als Gin Tonic.

Spitzmund Gin

Ebenfalls ein „alter Bekannter“ für uns, der aus Kiel stammende Spitzmund Gin. Hier machten wir ebenfalls einen kurzen Halt und bekamen noch ein paar interessante Informationen zur Herstellung des Gins. Ausgeschenkt wurde der Spitzmund Gin mit Fever-Tree Tonic, was sich als sehr gute und leckere Kombination herausstellte.

Kurze Pause

Anschließend machten wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem sowie einer nichtalkoholischen Getränken, da sich der Alkohol langsam bemerkbar machte. Fündig wurden wir im Obergeschoss, hier gab es einen kleinen Essbereich, wo einige Snacks sowie Getränke zur Auswahl standen. Hier gibt es auf jeden Fall einen Kritikpunkt von mir, 3,50 Euro für eine 0,5l Flasche Wasser ist einfach zu viel! Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann weiter mit dem geplanten Programm.

Lyonel Gin

Den Lyonel Gins stand schon länger auf meiner Liste, deswegen nutzten wir auch direkt Chance ihn zu probieren. Super war, dass man sich dort wirklich viel Zeit für uns nahm und wir eine Menge über die Herstellung sowie das auffällig bunte Flaschendesign erfuhren. Mit einem Alkoholgehalt von genau 50 Prozent sicherlich kein schwacher Gin, in purer Form kommen kaum Aromen durch, der Alkohol ist sehr dominant. In Kombination mit Tonic dann viel besser, ein leichtes Zitronenaroma macht sich bemerkbar.

Neben Dry Gin bietet die Wiegand Manufactur ebenfalls eine Aged Variante ihres Gins an. Der fassgereifte Gin schmeckt deutlich herber und würziger. Obwohl er nur 3 Prozent weniger Alkoholgehalt als der Dry Gin besitzt, ist er deutlich milder auf der Zunge. Vor allem in Cocktails dürfte der Aged Gin eine gute Figur abgeben.

Nervennahrung

Einen kurzen Zwischenstopp machten wir anschließend am Stand von Gou4you. Dort lockte Schokolade in Form von kleinen Guggelhupfen. Falls ihr mal irgendwo die Möglichkeit habt, die Schokolade zu probieren, dann tut es. Richtig lecker, die Schokolade schmilzt langsam auf der Zunge und ist sehr cremig und schmeckt intensiv nach Kakao.

Strathearn Gin

Den Namen Strathearn hatte ich bisher noch nicht gehört, entsprechend war ich sehr gespannt auf das Tasting. Leider konnte uns die Dame am Stand nicht wirklich weiterhelfen, was die geschmackliche Ausrichtung des Gins anging. Entsprechend konnten wir Botanicals und Aromen nur schätzen. Insgesamt standen dort drei Varianten zur Auswahl, von welchen ich aber auch nur eine Variante probiert habe. In der Nase war eine deutliche Honignote zu spüren, im Geschmack leider sehr alkohollastig und scharf. Zwar war hier auch eine leichte Süße vorhanden, jedoch überwog der Alkohol deutlich.

SKIN GIN

Unseren letzten Stop machten wir am Stand von Skin Gin, wo sich den ganzen Tag über schon viele Besucher tummelten und wir eine etwas kurze Wartezeit in Kauf nehmen mussten. In jedem Fall einer der schönsten Stände, hier hatte man sich wirklich Mühe bei der Dekoration gegeben. Anschließend gab es nach einem kurzen Plausch zwei Gin Tonic für uns, garniert mit einem Rosmarin Zweig. Auch wenn der sehr starke Minzgeschmack nicht jedermanns Sache ist, uns gefällt dies nach wie vor.

Tag ausklingen lassen

Anschließend ließen wir den Tag auf einer der zwei Sitzflächen ausklingen, tauschten nochmal kurz unsere Gedanken zur Messe aus und machten uns auf den Heimweg. Insgesamt kann ich sagen, hat uns die Messe wirklich gut gefallen. Es war zu keinem Zeitpunkt zu voll, es gab keine langen Warteschlangen und fast alle Aussteller hatten sich kurz Zeit genommen, um mit uns ein wenig über ihr Produkt zu sprechen. Wir werden die Hanse-Spirit in jedem Fall auch im kommenden Jahr besuchen und können euch die Messe auf jeden Fall empfehlen.

Weitere Infos zur Messe findet ihr unter www.hanse-spirit.de

Ich habe leider viel zu wenige Fotos gemacht und es sind auch nicht alle gut geworden, aber damit ihr nochmal ein paar Eindrücke von der Hanse Spirit bekommt, findet ihr hier nochmal eine kleine Galerie mit Fotos von der Messe.

Erfahrungsberichte


Jürgen Jacobs 16. Februar 2016 um 12:46

Hallo Gintlemen,
da habt Ihr unsere Gins auf der Hanse Spirit leider ausgelassen. Einfach übersehen, oder woran lag´s ?
besten Gruß von Hamburg Delight und Navy Spirits Gin (Marlin 42 und Orca 47)

Antworten
Christoph

Christoph 16. Februar 2016 um 13:41

Hallo Jürgen,

die beiden Gins haben wir wohl tatsächlich übersehen. Wobei wir auch wirklich viel probiert haben und irgendwann auch einfach das Maß erreicht war. Wir würden eure Gins aber natürlich trotzdem gerne mal probieren! Wenn die Möglichkeit bestünde, dann schreib mir doch gerne mal eine Email an ch@gintlemen.com. 🙂

VG,
Christoph

Antworten

Jürgen Jacobs 17. Februar 2016 um 12:03

Klaro, … geht los … 🙂

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