Der Cocktailshaker

Richtige Verwendung, unterschiedliche Typen & Kaufberatung

Keine Bar ohne Cocktailshaker

Um 1800 tauchte das Wort Cocktail erstmals auf. Schon bald verband man damit alkoholische Mixgetränke mit Eis. Ihren Siegeszug begannen die Cocktails gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Damals wurden die Zutaten jedoch noch in einem Becher verrührt. Erst als Eis als wichtige Zutat dazukam, begann man Cocktails zu schütteln.

Heute erfreuen sich die bunten und kreativen Mischungen weltweit großer Beliebtheit. Hollywood hat den Cocktails sogar einen eigenen Film gewidmet. Im gleichnamigen Kinostreifen aus dem Jahr 1988 jongliert niemand anderer als Tom Cruise mit dem Cocktailshaker und verzaubert damit die Frauen. Der Cocktailshaker ist auch zentraler Bestandteil einer gut sortierten Bar, denn ohne ihn würden spezielle Mixgetränke nie so schmecken, wie sie sollten.

Die Aufgaben des Cocktailshakers

Mithilfe dieses Mixbechers werden die flüssigen Zutaten perfekt vermischt und durch die Zugabe von Eis gleichzeitig gekühlt. Als Grundregel gilt, dass Cocktails dann im Shaker zubereitet werden, wenn sie Fruchtsaft, Sahne oder Ei enthalten. Eis darf im Shaker in größeren Mengen verwendet werden, weil dies der Kühlung dient. Für ein bestmögliches Ergebnis wird etwa 12 bis 15 Sekunden lang geshaked. Der Metallteil des Shakers sollte außen beschlagen sein. Es soll nicht Sinn sein, dass sich das Eis auflöst. Zu viel Eis wird abgeseiht. Auf Crushed Ice sollte in Verbindung mit einem Cocktailshaker verzichtet werden. Wie genau der Cocktailshaker bewegt wird, ist völlig unerheblich. Wichtig ist es stark und lange genug zu schütteln. Nach dem Schütteln wird der Shaker geöffnet und der Inhalt durch das Barsieb ins Glas geleert.

Der Boston-Shaker: Die amerikanische Variante

Jeder Barkeeper hat bei der Herstellung der kreativen Getränke seine ganz eigene Methode. Ebenso hat jeder spezielle Vorlieben, was die Art des Cocktailshakers betrifft. Der wohl beliebteste Shaker ist der Boston-Shaker. Er wird vorwiegend von geübten und professionellen Barkeepern eingesetzt.

Der Boston-Shaker ist im Prinzip ein großer Metallbecher, der mit einem kleineren Mixglas kombiniert wird. Für die Zubereitung werden die Zutaten in das Glas gefüllt. Dann wird der Metallbecher darüber gestülpt. Fixiert wird das Ganze mit einem leichten Schlag mit dem Handballen. Das Glas schließt dann bündig ab.

Geschüttelt wird dieser Shaker mit beiden Händen. Sobald lange genug geschüttelt wurde, wird der Shaker auf dem Metallteil abgestellt und das Glas wieder mit einem leichten seitlichen Schlag gelöst. Danach wird der Cocktail abgeseiht. Dazu verwenden die meisten Barkeeper ein spezielles Barsieb, genannt Strainer.

Profis seihen die Flüssigkeit durch den entstehenden Spalt zwischen Metallbecher und Glas ab. Beliebt ist der Boston-Shaker vor allem in den USA.


Boston Shaker von Schott & Zwiesel

Boston Shaker von Schott & Zwiesel

Cocktailshaker für unterschiedliche Zwecke

Aus zwei Metallteilen besteht der French- oder Parisian Shaker, der wie der Name schon verrät, die europäische Variante darstellt. Die Funktion ist aber hier dieselbe wie beim Boston-Shaker. Dennoch hat er einen kleinen Vorteil. Das Metall kühlt deutlich rascher ab.

Aus den professionellen Bars mittlerweile weitestgehend verschwunden ist der Cobbler-Shaker. Er besteht aus drei Teilen. Dazu gehören der eigentliche Mixbecher, der Aufsatz und ein kleiner Verschluss. Der Aufsatz fungiert dabei gleichzeitig als Barsieb. Diese Variante des Shakers ist heute vorwiegend in Hausbars zu finden.

Zuletzt gibt es noch den Speedshaker. Hierbei handelt es sich um einen Metallbecher, der einfach über das Glas gestülpt wird. Nach dem Shaken wird das Getränk auch direkt in diesem Glas serviert. Für diese Methode werden robuste Cocktail-Gläser benötigt. Es ist zu bedenken, dass die Gläser ein Aufsetzen und Entfernen des Metallbechers aushalten müssen. Daneben schlagen die Eiswürfel beim Shaken ans Glas, was zum Zerspringen führen kann. Diese Variante wird nur dann verwendet, wenn das Eis mit serviert werden kann und ein Abseihen von festen Bestandteilen nicht notwendig ist. Der Speedshaker wird gerne dann verwendet, wenn es auf Geschwindigkeit und rasches Servieren ankommt, wie es bei großen Events der Fall ist.


Klassischer Cocktailshaker

Klassischer Cocktailshaker


Der Unterschied zwischen Boston Shaker & Cobbler Shaker im Video



Warum einmal schütteln und einmal rühren?

Geschüttelt oder gerührt“ ist wohl die zentrale Frage bei der Zubereitung von Cocktails. Gerührt werden alle Mischgetränke mit klaren Flüssigkeiten. Der Klassiker unter ihnen ist sicherlich der Martini, der bis heute als Symbol für Cocktails gilt. Er zählt zu den Shortdrinks und wird gerne als Aperitif gereicht. Gin und trockener Wermut werden dazu in einem konisch geformten Glas mit einer Olive serviert. Martini wird gerührt, um einen Lufteinschluss und damit eine Trübung des Getränkes zu vermeiden. Im Shaker wird viel Eis verwendet, um die Inhaltsstoffe rasch zu kühlen.

Anders ist dies bei gerührten Cocktails. Hier darf nur wenig Eis verwendet werden. Zu viel Eis würde diese Cocktails stark verwässern. Bei Cocktails, die im Shaker zubereitet werden, ist ein Austausch der Aromen erwünscht. Dies passiert durch die eingeschlossene Luft, die beim Shaken entsteht. Bei einigen Cocktails ist auch eine gewisse Schaumbildung gewünscht. Flüssigkeiten verbinden sich im Shaker homogener, was vor allem bei cremigen Cocktails wichtig ist. Ebenso landen im Shaker Flüssigkeiten, die sich schwer verbinden lassen wie etwa frischer Zitronensaft und Zuckersirup.

Cocktails für den Shaker

Einer der bekanntesten Cocktails, die im Shaker zubereitet werden, ist der Mai Tai. Er besteht aus Rum, Curaçao Orange, Mandelsirup, Zuckersirup und frischem Limettensaft. Die Zutaten werden mit Eis geshaked und danach in ein Glas abgeseiht.

Ebenso ein Klassiker ist der Gin Fizz. Hier werden Gin, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in den Shaker gegeben und gut geschüttelt. Danach kommt alles in ein Glas und wird mit Soda aufgefüllt. Im Shaker entsteht auch der Gin Gin Mule. Dazu kommen Minze, Limettensaft und Zuckersirup in einen Shaker. Dann folgen Gin und eine ordentliche Portion Eis. Alles gut schütteln und in ein Glas abseihen. Danach wird mit Ginger Beer aufgefüllt und mit Minze dekoriert.

Etwas aufwendiger ist die Herstellung des Gin Basil Smash. Dazu werden Basilikumblätter und Zuckersirup im Shaker mit einem Stößel miteinander verbunden. Dieser Vorgang wird als muddlen bezeichnet und sollte nicht zu lange dauern. Das Basilikum verliert sonst an Aroma. Danach kommen frischer Zitronensaft, Gin und Eis dazu. Alles gut shaken. Den Drink durch ein Barsieb abseihen und mit einigen Eiswürfeln servieren.


Klassischer Cocktail aus dem Cocktailshaker: Gin Basil Smash

Klassischer Cocktail aus dem Cocktailshaker: Gin Basil Smash


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Bildquellen:
Urheber: fedorkondratenko / 123RF Lizenzfreie Bilder


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