Der Barlöffel

Richtige Verwendung, unterschiedliche Typen & Kaufberatung

Barlöffel für gerührte Cocktails unerlässlich

Mit seinem besonders langen, häufig gezwirbelten Stiel ist der Barlöffel eins der wichtigsten Werkzeuge, wenn es an der Cocktailbar heißt: „Gerührt, nicht geschüttelt!“. Dank seiner Spiralform am Stiel lassen sich auch Cocktails mit Eiswürfeln besonders schnell rühren und dabei optimal abkühlen.

Mit seiner Löffelfläche, der Laffe, lassen sich kleine Einheiten abmessen und mit dem gegenüberliegenden Ende können – je nach Ausführung – Früchte oder Blätter leicht zerdrückt werden. Auch für das Schichten mehrfarbiger Cocktails ist der Barlöffel das ideale Werkzeug und gehört deshalb in jede Profi-Bar-Ausstattung.

Im Folgenden erfahrt ihr, wir man den Barlöffel richtig einsetzt und damit tolle Cocktails kreiert.

Welche Formen und Größen gibt es?

Barlöffel gibt es in verschiedenen Längen: in kürzeren Varianten sind sie ca. 20-30 Zentimeter lang, doch haben sich auch die langen, ursprünglich in Japan genutzten Barlöffel mit einer Länge von 50 Zentimetern etabliert. Letztere lassen sich besonders gut für hohe Longdrink- und Rührgläser nutzen, da sich der perfekte Rührschwung mit einem langen Stiel besonders leicht ausführen lässt.

Während japanische Löffel oft auch eine Gabel an ihrem anderen Ende haben, sind andere Barlöffel häufig mit einem Stößel oder einem Zier-Elementen an ihrem Stielende versehen.

Aufbau eines typischen Barlöffels

Aufbau eines typischen Barlöffels

Der Barlöffel als Barmaß

Der Barlöffel wird auch als Messeinheit verwendet, abgekürzt im Rezept mit „BL“ oder „BS“ („bar spoon“). Er fasst in der Regel 0,5 cl – also ähnlich viel wie ein Teelöffel. Je nach Ausführung kann das Fassvermögen der Laffe auch mal 0,6 cl oder nur 0,4 cl fassen – doch ist dieser Unterschied nicht allzu gravierend für den Geschmack des Cocktails.

IdR. fasst ein Barlöffel 0,5cl, perfekt geeignet für die Beigabe von Zutaten in Kleinstmengen.

Wie wird ein Barlöffel richtig angewendet?

Ein gekonnt gerührter Cocktail zeichnen sich dadurch aus, dass bei seiner Zubereitung die Eiswürfel nicht splittern, sich die Flüssigkeiten durch das Rühren schnell abkühlen und dabei aber kaum verwässern. Dafür ist es vor allem wichtig, den Drink schnell und fließend zu rühren – dies gelingt mit einem langen, gezwirbelten Stiel am besten. Durch schnelles Rühren kühlen die Cocktail-Zutaten ab, ohne dass sich dabei bereits zu viel Schmelzwasser bildet. Dabei ist darauf zu achten, dass die Eiswürfel beim Rühren mit Hilfe der Laffe mitgenommen werden – so zerbrechen sie nicht und hinterlassen keine Splitter auf der Drink-Oberfläche.

Für welche Gin-Cocktails benötige ich einen Barlöffel?

Für manche Sour-Cocktails und einige Vermouth-Cocktails ist in der Regel das Rühren angesagt – denn dann bleibt die Flüssigkeit klar, im Gegensatz zum Cocktail aus dem Shaker. So kann man zum Beispiel einen Dry Martini auch sehr gut gerührt zubereiten. Tom Collins und Negroni (je 3 cl Gin, Campari und roter Wermut, mit Eis gerührt) sind ebenfalls Cocktails, die mit Barlöffel gut gelingen. Darüber hinaus lassen sich mit ihm geschichtete Cocktails in allen Farben des Regenbogens herstellen.

Die Kunst des Schichtens

Beim Schichten eines Cocktails – oder Pousse Café, wie diese Cocktail-Spielart häufig genannt wird – gilt die Grundregel: Die Zutat mit der höchsten Dichte gehört nach unten. Da diese Cocktails direkt im Glas zubereitet werden fängt man meistens mit dem Sirup unten an, dann kann je nach Rezept Fruchtsaft oder Likör folgen, und abgeschlossen wird der Cocktail mit einer Schicht Hochprozentigem. Doch ist dies nur eine grobe Richtlinie. Wenn man zum Beispiel unterschiedliche Liköre oder Schnäpse übereinander schichten möchte, sollte man entweder vorher schon einmal ausprobieren, welche Flüssig-Zutat über welcher anderen schwimmt, oder kann sich an bereits bewährte Rezepte halten. Ein klassischer Schichtcocktail ist der B52 (mit Kaffeelikör, Cremelikör und Grand Marnier), doch lassen sich mit Sirup, farbigen Likören, Fruchtsaft und Gin auch kreative Eigenkreationen herstellen.

Doch mindestens so wichtig wie das Basiswissen über die Dichte ist die ruhige Hand und die richtige Technik: So legt man den Barlöffel so an, dass die Löffelfläche (mit Rückseite nach oben) leicht über der vorherigen Schicht schwebt und mit der Spitze den Glasrand berührt. Dann gießt man vorsichtig und langsam die Flüssigkeit der nächsten Schicht über den Löffelrücken ins Glas. Dies gelingt am Anfang nicht immer – doch mit etwas Übung kann man auf diese Weise Drinks herstellen, die jeden Gast beeindrucken.

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Bildquellen:
Urheber: fesenko / 123RF Lizenzfreie Bilder


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